Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz hat die Einrichtung eines Herkunftsbeauftragten für Elektrofahrzeuge beschlossen. Dieser soll künftig bei jedem geförderten E-Auto per Formular klären, ob es sich "deutsch genug" fühlt, um Steuergelder zu erhalten.
Vorgesehen ist ein mehrstufiges Prüfverfahren, das unter anderem einen "Herkunftsgefühlsfragebogen" für Fahrzeugbatterien sowie eine mündliche Anhörung des Bordcomputers umfasst. Fällt das Auto durch, muss es laut Entwurf drei Monate lang ausschließlich auf deutschen Landstraßen im Standlicht verharren, um seine Verbundenheit zum Standort zu beweisen.
"Wir wollen keine Autos fördern, die insgeheim lieber woanders herkommen würden", erklärt Amtsleiterin Heidrun Kessler-Faltmann vom neu gegründeten Bundesinstitut für Fahrzeugidentität. "Ein E-Auto muss wissen, wo es hingehört, auch wenn es das selbst noch nicht weiß."
Laut internem Zeitplan sollen die ersten 40.000 Fahrzeuge noch in diesem Jahr geprüft werden, vorausgesetzt, der zuständige Prüfausschuss findet rechtzeitig einen Termin, der mit dem Bordcomputer kompatibel ist.